Biographie

Gustav Rueb
 


  Foto: N. Klinger

 

Foto: N. Klinger

Gustav Rueb wurde 1975 in Zürich geboren, wo er auch aufgewachsen ist.

Ab 1995 Studium der Philosophie und Kunstgeschichte in Berlin und Beginn der Arbeit am Theater, u. a. Assistenzen bei Klaus-Michael Grüber an der Schaubühne Berlin und bei Peter Stein (Faust-Ensemble). Anschließend war er Regieassistent am Düsseldorfer Schauspielhaus (u.a. bei Jürgen Gosch, Michael Simon, Philip Tiedemann), wo er auch seine ersten eigenen Inszenierungen machte: „Ein Kind unserer Zeit“ von Horvath, die deutschsprachige Erstaufführung „Flimmern“ von Toshiro Suzue und im Februar 2006 die Uraufführung von Jachym Topols „Die Reise nach Bugulma“.
In der Folge arbeitete er als freier Regisseur  u. a. am Schauspielhaus Graz und am Staatstheater Kassel (DSE von „Die andere Seite“ von Dejan Dukowski, „Tasso“ von Goethe, „Alkestis“, „Bakchen“ und „Medea“ von Euripides, „Dantons Tod“ von Büchner und „Die Jungfrau von Orleans“ von Schiller, DSE von Wajdi Mouawads „Hochzeit bei den Cromagnons“), wie auch am Staatsschauspiel Dresden, am Schauspielhaus Bochum, am Theater Lübeck, am Theater Osnabrück und am Schauspiel Essen (DSE von „Frankenstein“, "Parsifal" nach Wagner und Dorst).

Am Staatstheater Darmstadt inszeniert er 2016/17 die Uraufführung der Neuübersetzung der "Orestie" des Aischylos durch Kurt Steinmann.

Dozententätigkeiten führten ihn ans Max-Reinhardt-Seminar Wien, an die Film- und Fernsehhochschule Potsdam-Babelsberg und an die Hochschule für Musik und Theater Rostock.
Im Musiktheater arbeitete er als Regie-Mitarbeiter von Christof Loy u. a. an der Oper Frankfurt, an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf- Duisburg, an der Göteborgs Operan und am Sao Carlos, Lissabon. Seit 2006 realisiert Gustav Rueb auch eigene Operninszenierungen, so zum Beispiel „Don Carlos“ von Verdi in Strassburg und „Tosca“ von Puccini in Oldenburg. An der Neuköllner Oper in Berlin inszenierte er moderne Bearbeitungen von Musiktheaterstoffen wie „Der Freischuss“ und „Aufstand der Glückskekse“ 2012.


2010 erhielt Gustav Rueb den Hessischen Theaterpreis für die „Beste Inszenierung“ für die „Bakchen“ des Euripides.