die physiker
Friedrich Dürrenmatt
09.04.2016
Theater Osnabrück
Fotos: Marek Kruszewski
DIE PHYSIKER
Friedrich Dürrenmatt
- Inhalt -
Das Sanatorium „Les Cerisiers“ in der Westschweiz widmet sich ausschließlich Privatpatienten. Und bei dreien von ihnen handelt es sich um gefährliche Verrückte: Einstein, Newton und Möbius. Gemein ist den dreien nicht nur, dass sie sich für berühmte Physiker halten, sie verlieben sich darüber hinaus in ihre Krankenschwestern und bringen sie um. Das führt natürlich zu polizeilichen Ermittlungen, was wiederum der Leiterin der Einrichtung, Fräulein von Zahnd, gar nicht recht ist. Denn nicht nur die Physiker, auch sie hat gewisse Geheimnisse, die besser im Dunkeln bleiben sollten.
Dürrenmatts Komödie gehört seit der Uraufführung 1962 zu den größten Theatererfolgen der Nachkriegszeit. Vor dem Hintergrund des atomaren Wettrüstens stellt das Stück die immer noch aktuelle Frage nach der Verantwortung der Wissenschaft – und kommt zu deprimierenden Schlüssen: „Eine Geschichte ist dann zu Ende gedacht, wenn sie die schlimmstmögliche Wendung genommen hat. Die schlimmstmögliche Wendung ist nicht voraussehbar. Sie tritt durch Zufall ein.“
Regie führt der gebürtige Schweizer Gustav Rueb, der dem Osnabrücker Publikum bereits durch seine erfolgreichen Inszenierungen von JENSEITS VON FUKUYAMA und IN ZEITEN DES ABNEHMENDEN LICHTS bekannt ist.
- Besetzung -
Inszenierung: Gustav Rueb
Bühne: Peter Lehmann
Kostüme: Dorothee Joisten
Dramaturgie: Marie Senf
Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd, Irrenärztin: Monika Vivell
Herbert Georg Beutler, genannt Newton: Thomas Kienast
Ernst Heinrich Ernesti, genannt Einstein: Oliver Meskendahl
Johann Wilhelm Möbius: Stefan Haschke
Richard Voß, Kriminalinspektor: Martin Schwartengräber
Marta Boll, Oberschwester / Uwe Sievers, Oberpfleger: Anke Stedingk
Frau Missionar Lina Rose / Monika Stettler, Krankenschwester: Anne Hoffmann
Blocher, Polizeiassistent / Herr Missionar Oskar Rose: Niklas Bruhn
Adolf-Friedrich: Maxim Kasper / Nikita Chmoul
Wilfried-Kaspar: Till Engelmann / Konstantin Lehan
Jörg-Lukas: Jasper Weglage / David Marcu
Pfleger: Alejandro Dinkelberg, Mathias Olschewski, Maurice Bertke
℗ Filmproduktion Siegersbusch, Wuppertal
Regie:
Gustav Rueb
Bühne:
Peter Lehmann
Kostüme:
Dorothee Joisten
Dramaturgie:
Marie Senf
Frl. Dr. Mathilde von Zahnd:
Monika Vivell
Monika Stettler / Frau Missionar Rose:
Anne Hoffmann
Oberschwester Martha Boll:
Anke Stedingk
Beutler, genannt Newton:
Thomas Kienast
Ernesti, genannt Einstein:
Oliver Meskendahl
Möbius:
Stefan Haschke
Voss, Kriminalinspektor:
Martin Schwartengräber
Missionar Rose / Polizeiassistent:
Niklas Bruhn
Kinder / Mc. Arthur, Murillo
Statisterie

Gustav Ruebs Inszenierung bohrt am Endzeitthema und wehrt sich gegen die Verharmlosung des Stoffes, der nach wie vor Potential hat und alles andere als ein Bremsklotz in der Schultüte ist. Gerne wird die Dürrenmatt-Vorlage auf 80 Minuten eingedampft, in Osnabrück gibt‘s die volle Breitseite mit Sahnehäubchen. Lass sie doch spielen!