Das Premierenpublikum erlebte einen fulminanten Abend mit glänzenden schauspielerischen Leistungen und Live-Musik. Allen voran Elias Nagel als Leonce mit melancholischer Langeweile und Rich-Kid-Gehabe.
Aus dem Diener Valerio bei Büchner ist mit Manuela Stüßer eine agile, witzige und wandlungsfähige Valeria geworden.
Leonard Lange als unterhaltsam und hochnäsig-dämlicher Papa Popo; Stella Hanheide als anfangs verträumte, später entschlossen liebende Lena; Ewa Noack zunächst als verliebtes Tanzmädchen Rosetta, später in Sammelrollen unter anderem als Diener und Zeremonienmeis-ter; Finn Nachfolger als Gouvernante.
Allesamt musikalisch mitreißend: Sie beherrschen Gesang und die verschiedensten Instrumente von Ukulele bis Schlagzeug. Der Pop-Musiker Paul Sies hat Büchner-Texte vertont, aber auch Kult-Titel von Tokio Hotel, Nirvana oder Roy Bianco einstudiert. Das Ganze kam mit den knallbunten, raffinierten Kostümen und ebensolchen Bühnen-elementen von Milena Keller in allen Ecken des Theaterhofs sehr gut an. Das Premierenpublikum freute sich über die Wiederholung des Ohrwurms Bella Napoli.
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