Ein schaurig schönes Spektakel entfaltete sich am Dienstagabend im Saalbau Neustadt. Das Landestheater Detmold gastierte mit der Punk-Oper „Shockheaded Peter" nach Motiven des „Struwwelpeter" von Heinrich Hoffmann. Und führte die moralischen Lehren der schwarzen Pädagogik rotzig und anarchisch ad absurdum.
Read MoreKulturAspekte
Die Handlung spielte in einem „Lost Place“ – einem heruntergekommenen und eigentlich verlassenen Vergnügungspark. Dieses Setting verleiht der Inszenierung eine zusätzliche, unheimliche Note, die perfekt zu den düsteren und absurden Geschichten passte. Das Bühnenbild von Christiane Hilmer Christiane Hilmer Christiane Hilmer Christiane Hilmer und die Kostüme von Oktavia Herbst Oktavia Herbst Oktavia Herbst Oktavia Herbst – die direkt aus dem Buch zu kommen schienen – waren herrlich schräg, düster und makaber, sodass man einfach nicht wegsehen konnte. Jedes Detail unterstrich die einzigartige Atmosphäre des Stücks und setzte die abstrusen, düsteren und makabren Szenen perfekt in Szene.
Read MoreLippische Landeszeitung
Mit „Shockheaded Peter" hat das Landestheater Detmold einen Volltreffer gelandet. Am Ende bleibt das Publikum bewegt und aufgewühlt zurück. „Shockheaded Peter" ist kein nostalgischer Blick auf einen Kinderbuchklassiker, sondern eine schonungslose Auseinandersetzung mit Erziehung. Macht und Angst. Dank eines starken Ensembles, präziser musikalischer Leitung und klarer künstlerischer Handschrift ist ein Theaterabend gelungen, der verstört und fasziniert zugleich und damit das tut, was gutes Theater leisten sollte.
Read MoreWestfalium
Jetzt steht das rockige Grusical bis Mai auf dem Spielplan des Detmolder Landestheaters. In lockeren 75 Minuten ohne Pause erlebt das Publikum einen ebenso rasanten wie kurzweiligen Abend mit schrillen Bildern, anarchischer Musik und einem wahnsinnig hinreißend agierenden Ensemble und einer vierköpfigen fulminanten Band, vom Keyboard aus geleitet von Pianist Matthias Flake (55). Was die Detmolder Inszenierung vor allem auszeichnet ist ihre musikalische Transparenz und die grandios grotesk inszenierten Bilder mit farbiger Wuchte und spielerischem Drive. Mit seiner comichaften Bildsprache setzt Regisseur Rueb einen neuen Impuls am Landestheater.
Read More