Als die Toten erwachten!  Dreizehn Bilder wider das Vergessen

Uraufführung

Als die Toten erwachten! 
Dreizehn Bilder wider das Vergessen

Nach dem „Wunder um Verdun“ von Hans Chlumberg

In einer szenischen musikalischen Annäherung an das Theaterstück „Wunder von Verdun“ von Hans Chlumberg, das nicht nur Abel Gance zu seinen Stummfilm „J’accuse“ (Ich klage an!), sondern auch den französischen Künstler Kader Attia zu seiner Arbeit „Sacrifice and Harmony“ inspirierte, wollen wir uns der Geschichte um die Gefallenen des ersten Weltkrieges nähern.

Erstes Bild. Vergnügungsreisende verschiedener Nationalitäten besuchen 25 Jahre nach Ausbruch des ersten Weltkrieges die Schlachtfelder an der Marne, in den Argonnen, um Verdun. Die Vorbereitungen für die Heldengedenkfeier laufen auf Hochtouren, doch nicht alles läuft nach Plan. Deutsche und französische Regierungsdeligationen haben sich angekündigt. Die Hotels sind ausgebucht. Die Friedhöfe und Massengräber verschlossen. Schnell entsteht ein Streit zwischen Deutschen, Franzosen, Engländern und Amerikaner um die Anzahl der Gefallenen und der Größe der Gräber. Wer hat mehr Opfer zu beklagen und wer hat die schönste, anrührendste und ergreifendste Feier? 
Aus dem Gedenken an die Opfer entwickelt sich eine handfeste Staatskrise.

In einem grotesken, surrealer Bilderreigen, in dem selbst die Toten erwachen, nähern wir uns den großen Fragen der Menschheit: Kann man aus der Geschichte lernen und ist ein Leben in Frieden und Versöhnung möglich?